DER FREMDE
von Albert Camus
in einer Bühnenfassung von Murat Dikenci
Premiere am 28.03.2026, Salzburger Landestheater
Die Geschichte eines jungen Manns in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation und entwickelte sich zu einem der meistgedruckten französischen Romane des 20. Jahrhunderts. Das Werk bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für
Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existentialismus.
„Heute ist Mama gestorben. Oder vielleicht gestern, ich weiß es nicht.“ – mit diesen Worten eröffnet Camus‘ Held Meursault seine Geschichte, wortkarg und ohne Emotion. Nach Totenwache und Beerdigung auf dem Land nimmt Meursault seinen unaufgeregten Alltag in Algier wieder auf. Details seiner Umgebung nimmt er wahr, ohne Stellung zu nehmen – sei es zu Gewalt und Ungerechtigkeit oder zu Liebe und Verbundenheit. Ein Angebot, beruflich in Paris Karriere zu machen, reizt ihn nicht, er ist zufrieden, wenn sein Alltag weiterhin wie gewohnt verläuft. Sein Nachbar, Raymond Sintès, zieht den Emotionslosen in eine Rachegeschichte mit einer ehemaligen Geliebten hinein. Als Meursault vom Glanz der Sonne auf der Messerklinge eines Angreifers geblendet wird, greift er zur Waffe und tötet den Gegner mit einem Schuss. „Ich begriff, dass ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen des Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war.“ Camus‘ Werk enthält in der schonungslosen Darstellung der Gleichgültigkeit ein Plädoyer für die Mitmenschlichkeit.
Mit Maximilian Paier, Matthias Hermann, Naomi Kneip
Regie & Fassung Murat Dikenci
Bühnen- und Kostümbild Florence Schreiber
Sound Design Lukas Grundmann
Dramaturgie Clara Bender
Fotos Christian Krautzberger / Salzburger Landestheater
Weitere Informationen unter:
DER FREMDE - SALZBURGER LANDESTHEATER